03.01.2016
ATVs

Performance gesteigert: Can-Am Offroad-Modelle 2016

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Dass die Can-Am Offroad-Modelle 2016 mit einer ordentlichen Performance Steigerung aufwarten werden, Can-Am Offroad-Modelle 2016: Renegade 570 – ein tolles Einstiegsmodellhatte der kanadische Hersteller BRP bereits im Juni des Jahres 2015 angekündigt: Abgesehen von vielfältigen Veränderungen und Weiterentwicklungen bei der Ausstattung der Fahrzeuge gibt es im kommenden Modelljahr vor allem Upgrades bei den Motoren. Das beginnt bereits im Einstiegs-Bereich: Die kleinsten Zweizylinder-Triebwerke von Rotax, die in Can-Am-Fahrzeugen verbaut werden, haben nun 570 statt bisher 500 Kubik, ihre Leistung klettert damit von 46 auf 48 PS; aufgestockt wurden auch die 800er Triebwerke, und zwar auf 850 Kubik, so dass sie nunmehr mit 78 statt bisher 71 PS antreten. Eine Leistungssteigerung ohne Hubraumvergrößerung gibt´s bei den 1000-Kubik-Aggregaten: Die Outlander- und Renegade-Modelle verfügen im kommenden Modelljahr 2016 über 89 statt bisher 82 PS und heißen künftig ‚1000R‘; und das Topmodell bei den Side-by-Sides, die Maverick 1000R X ds Turbo, stellt künftig 131 statt bisher 121 PS zur Verfügung. Wichtig ist den Kanadiern, auch künftig die Fahrzeuge mit der besten Performance in ihrer jeweiligen Klasse anzubieten.

Can-Am Offroad-Modelle 2016: Fahreindrücke der Renegade Modelle

So weit die Theorie. Mittlerweile hatten wir Gelegenheit, die 2016er Can-Ams artgerecht zu bewegen. Eine Überraschung bereiteten uns dabei vor allem die Einsteiger der Renegade-Serie, der Sport-ATVs von Can-Am: Can-Am Offroad-Modelle 2016: Can-Am Renegade 570 steht mit erstarktem Motor prächtig im FutterWährend wir uns auf den 500ern schon ein bisschen gelangweilt haben, schreiten die 570er so herzhaft zur Sache, dass wir die Differenz von lediglich 2 PS kaum glauben können. Die Renegade 570 ist ein richtig gutes Fahrzeug geworden, dass sie den meisten Piloten vollauf genügen dürfte, zumal die großen Modelle mit 850 und 1000 Kubik mittlerweile dermaßen brutal antreten, dass schon eine Menge Fahrerfahrung dazu gehört, ihre Power im Griff zu behalten.
Die 570er Renegade bietet BRP als Basis-Variante für 8.799 Euro an sowie als Xxc-Modell mit Servolenkung und Fox-Fahrwerk für 9.799 Euro. Bereits die einfache Ausführung hat uns hervorragend gefallen. Die Lenkgeometrie stimmt: Auch bei langsamer Fahrt sind die Lenkkräfte gering, so dass die Lenkhilfe vor allem den Vorteil bietet, Can-Am Offroad-Modelle 2016: Outlander L MAX 570 ist bequem und zügigKickbacks bei schräg überfahrenen Hindernissen zu eliminieren. Wer gerne sportlich fährt, wird darauf freilich ebenso wenig verzichten wollen wie auf das Fox-Fahrwerk des Xxc-Modells.

Outlander L: Pro Modelle

Im Frühjahr 2015 auf unseren Markt gekommen, sind die Outlander L Modelle als Einsteigerinnen in den ATV-Bereich; im Modelljahr 2016 werden sie mit 450 Kubik Einzylinder sowie mit 570 Kubik Zweizylinder angeboten, und das sowohl als klassische ATVs in verschiedenen Ausstattungs-Varianten als auch – und das ist neu – als ‚Pro‘ Modelle für harte Arbeits-Einsätze. Dazu wurde ihre Ausstattung verstärkt, vom Fahrwerk bis hin zum Sitzbank-Bezug. Beim Fahren geben sie sich damit spürbar weniger komfortabel als die Standard-Modelle, und das dürfen sie auch, schließlich kommen sie mit europäischer T3- (Traktor-) Zulassung daher. Frei nach dem Motto ‚Power to the Bauer‘ rennen die Outlander L Pro Modelle für Traktoren allerdings verdammt gut!

Maverick 1000 Xxc und Turbo: Leistungsplus

Dass Can-Am mit seinen Tausender Mavrick-Modellen ein Höchstmaß an Performance und purem Fahrspaß bietet, war uns eigentlich bereits seit unserem Test der ‚alten‘ X ds Turbo nachhaltig klar – siehe ATV&QUAD 2015/09-10: Can-Am Maverick 1000 X ds Turbo im Test: Dampfmaschine. Für das Modelljahr 2016 hat Rotax ein weiteres Leistungsplus von 10 PS in sein aufgeladenes Triebwerk gezaubert, das Side-by-Side stellt nun nicht weniger als 131 PS zur Verfügung. Kann man das überhaupt ausfahren?
Can-Am Offroad-Modelle 2016: Die Maverick 1000R X ds Turbo hat Kraft im ÜberflussSicher. Auf Sand und in Dünen zum Beispiel. Wobei sich hier die Frage stellt, wie lange der Variomatik-Riemen den Belastungen standhält – wir halten jede Wette, dass Yamahas Präsentation der XZY 1000R mit sequenziellem Schaltgetriebe in Valcourt und Gunskirchen bereits intensives Nachdenken ausgelöst hat.
Ganz sicher können wir die Turbo-Power nicht auf engen Schottersträßchen und Waldwegen ausfahren, wie wir sie lieben und wie sie uns in Mitteleuropa zur Verfügung stehen. Zwar ist uns auch hier die Gewalt, mit der die neue Turbo antritt, nicht verborgen geblieben. Doch es blieb stets bei kurzen Gasstößen, und am Ende fühlen wir uns mit der 121 PS ‚schwachen‘ Vorgängerin sowie mit der 2016er Maverick Xxc, die ohne Aufladung antritt und lediglich 101 PS bereitstellt, ebenso wohl unterwegs. Zumal die Xxc mit einer Breite von 60 Inch (152,4 cm) noch etwas schmaler ist als die Turbo-Modelle (162,5 cm), was recht gut zu unseren Einsätzen passt. Kurzum: Wer mit dem Makel leben kann, nicht das Topmodell zu besitzen, ist mit den schwächeren Mavericks bereits bestens bedient.

Fazit

Insgesamt kommt mit den Can-Am Offroad-Modellen 2016 einmal wieder ein toller Can-Am Modelljahrgang auf uns zu, der uns mächtig Freude bereiten wird. Bereits in unseren folgenden Ausgaben werden wir in Vergleichstests klären, ob die Kanadier damit ihre Spitzenstellung in Sachen Performance verteidigen können. Weitere Einzelheiten in der aktuellen ATV&QUAD Ausgabe 2015/11-12 – aktuell am Kiosk und zu finden auch Can-Am / BRPunter > www.atv-quad-magazin.com/bestellung/ < . chk

Kontakt: > BRP Germany <
Kontakt: > Friedli Fahrzeuge <

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