31.12.2015
ATVs

Familien-Bande: Yamaha Kodiak und Grizzly

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Die Yamaha Kodiak und Grizzly sind beides Einzylinder, aber doch recht Yamaha Kodiak und Grizzly: basieren auf dem identischen Grundmodellunterschiedlich wenn es um den Preis geht. Dass eine 700er Yamaha nicht zum Schnäppchenpreis zu haben ist, ist sicherlich keine neue Erkenntnis. Auch bei Yamaha ist man sich der elitären Stellung des ATVs bewusst. Offiziell heißt es, die neue Kodiak 700 sei als Arbeitsgerät konzipiert. Die Grizzly 700 sei ein Spielzeug für den Freizeitbereich. Ein Preisunterschied von 1.500 Euro rechtfertigt es allemal, den beiden Schwestern genauer auf den Zahn zu fühlen. Auf den ersten Blick erscheinen die Unterschiede marginal, bei genauerer Betrachtung wird allerdings doch deutlich, dass die Yamaha Kodiak und Grizzly eigene Charakter-Eigenschaften besitzen.

Yamaha Kodiak und Grizzly: CVT-Philosophie

Bleiben wir erst einmal bei den Gemeinsamkeiten: Beide ATVs werden von dem neu gestalteten 700er Einzylinder befeuert. Ein Millimeter mehr Hub und ein Millimeter mehr Bohrung lassen den Hubraum auf 708 Kubik anwachsen. Wirklich neu ist der Zylinderkopf: Zwei oben Yamaha Kodiak und Grizzly: Die Grizzly verfügt serienmäßig über lenkerverstärkte Arbeitsscheinwerferliegende Nockenwellen steuern über 4 Ventile den Gaswechsel. Die Motorleistung soll um 7 Prozent gestiegen sein, über einen genauen Wert schweigt sich Yamaha allerdings aus.
Yamaha bleibt in Sachen CVT bei den großen ATVs der Ultramatik treu. Eine Fliehkraft-Kupplung ist für den Anfahrvorgang zuständig. Der Riemen bleibt immer gespannt. Man verspricht sich von dieser Technik längere Lebensdauer des Antriebs.
Schon nach wenigen Metern auf den beiden Bären wird offensichtlich, dass Yamaha bei Kodiak und Grizzly unterschiedliche CVT-Philosophien verfolgt. Man glaubt einen Leistungsunterschied zu spüren, bei der Beschleunigungsmessung muss man jedoch erkennen, dass der Effekt kaum in Yamaha Kodiak und Grizzly: Arbeitsscheinwerfer gibt es bei der Kodiak nur beim Sondermodell serienmäßigunterschiedlichen Werten mündet. Bei Volllast-Beschleunigung regelt die Grizzly-CVT die Motordrehzahl 1.000 Umdrehungen höher ein als beim vermeintlichen Arbeitstier Kodiak. Die ‚sportliche‘ Grizzly ist auf Leistung getrimmt, bei der Kodiak versucht Yamaha die Motordrehzahl lange auf der Drehzahl, an der das höchste Drehmoment anliegt, zu halten. Bei deutlich höherem Geräusch-Niveau nimmt die Grizzly ihrer Schwester ein paar Zehntelsekunden ab. In der Endabrechnung nach 400 Metern hat sich der Vorteil fast egalisiert. Die Grizzly hat gerade mal mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung die Nase vorn.

Im Vergleich: Endübersetzung und Bremse

Die Endübersetzung der Testkandidatinnen Yamaha Kodiak und Grizzly unterscheidet sich marginal. Die Grizzly rollt serienmäßig auf 26-Zöllern, bei der Kodiak sind 25er Maxxis-Pneus montiert. Yamaha Kodiak und Grizzly: die Grizzly mit 25 Millimeter breiten A-ArmsSo erklärt sich wahrscheinlich auch die Speed-Differenz, die mit 1,3 km/h zu Gunsten der Grizzly knapp ausfällt.
4 Scheibenbremsen halten die 314 Kilogramm schwere Grizzly sicher unter Kontrolle. Die linke Lenkerarmatur und das Fußpedal verzögern die Hinterachse, mit der rechten Handarmatur lässt sich die kinetische Energie des 314 kg schweren Yamaha Kodiak und Grizzly: Die A-Arms der Kodiak sind schmäler als jene der GrizzlyATVs sicher unter Kontrolle halten.
Bei der Kodiak verzichtet Yamaha an der Hinterachse auf die Einzelradbremse. Eine per Seilzug betätigte Ölbad-Mehrscheibenbremse, die im hinteren Achsgetriebe der Kodiak integriert ist, ist für die Verzögerung und die Funktion der Feststellbremse zuständig. Die Technik funktioniert gut, wenngleich die Scheibenbrems-Anlage der Grizzly Überlegenheit demonstriert. Auch nach mehreren Bremsversuchen sind noch immer 75 Prozent Verzögerung möglich, bei der Kodiak registrierten wir unter identischen Bedingungen 68 Prozent.

Fazit: Kodiak oder Grizzly?

Die Geschwister sind ähnlich aber nicht gleich. Top-Verarbeitungsqualität und gute Fahreigenschaften sind beiden ATVs zu bescheinigen. Es existiert ein bemerkenswerter Preisunterschied. Yamaha Revs Your HeartAuf welche Features man verzichten kann, muss jeder selbst entscheiden, denn auch die Grizzly scheut die Arbeit nicht. Die Entscheidung leichter machen unsere Details zu Ausstattung, Allrad, Differenzialsperre, Federbein, Sitzhöhe und Tank in ATV&QUAD im Test in Ausgabe 2015/11-12 – zu finden unter > www.atv-quad-magazin.com/bestellung/ < . vdm

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