23.02.2017
Fahrzeuge

Kurven-Reich: Dolomiten Tour 2016

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Die Dolomiten Tour 2016 zählte zu den fixern Bestandteilen der Reisepläne von Gottfried Ofner, Thomas Schneider, Marc Walter, Volker Stopperich und Herbert Kolligs. Unterwegs ist man auf Kawasaki-Quads vom Typ KFX 700, weswegen sich unter den Teilnehmern an dieser Tour auch einige User vom Forum VForce700.com finden. Seinen Ausgang nahm die Begeisterung für die kurvenreichen Pass-Straßen Südtirols mit Volker Stopperichs Dolomiten Tour des Jahres 2009; unterwegs war er damals mit einem Kumpel, und das auf einer Suzuki LTZ 400. Im Jahr 2014 schwappte die Begeisterung für dieses Gebiet auf weitere Quad-Piloten um. Zu fünft begaben sie sich in die Berge, alle auf KFX 700, die für den Einsatz auf der Straße umgebaut waren. Los ging´s am 28. Juni 2014. Am Ende der Tour – nach 7 Tagen und 980 gefahrenen Kilometern – war klar, dass es die Dolomiten auch beim nächsten Mal wieder sein müssen.

Dolomiten Tour 2016: traumhaft für Kurvenräuber

„Wir haben keinen einzigen der 980 Kilometer je bereut“, erinnert sich Gottfried Ofner, seines Zeichens KFX-700-Pilot. „Bei der darauf folgenden Tour im Jahr 2015 waren es sogar 1.400 Kilometer. Dolomiten Tour 2016: zu erwarten sind tolle Ausblicke und KurvenspaßDie Landschaft und die Pass-Straßen sind ein Traum“, fährt Gottfried fort. Vorgenommen hat man sich für die folgenden Dolomiten Touren jene Pässe, die wegen der Wetter-Verhältnisse oder aufgrund von Ausfällen nicht angefahren worden sind. Als Basislager wird aus Erfahrung Steinegg in der Nähe von Bozen dienen. Ins Herz der Dolomiten bedarf es aus Westdeutschland einer Anfahrt von 780 Kilometern, genommen werden diese mit zwei Transportern inklusive Anhänger für die fünf Kawasaki KFX 700. Abgestiegen wird im Hotel Berghang, dem Ausgangspunkt für die Tagestouren. Diese Bleibe wird von den Reisenden übrigens wärmstens empfohlen, denn die Fahrzeuge finden dort eine trockene wie auch sichere Herberge in der Garage; die Terrasse bietet bei einem gemütlichen Umtrunk einen wunderschönen Blick durch das Tal auf Bozen.

Reise-Eindrücke: Pass-Straßen

Für den ersten Tour-Tag hatte man sich gleich 8 Pässe vorgenommen, 5 davon mit einer Seehöhe von mehr als 2.000 Metern. Leichter Regen brachte erste Drifts, bis waagrechter Wasserguss gepeitscht von starkem Wind die Dicken beim Beschleunigen hinten quer stellte und die Räder nur noch durchdrehten. Dolomiten Tour 2016: die KurvenräuberBei zusätzlich kühlen Temperaturen um die 7 Grad und Nässe bis auf die Haut fand sich die Dolomiten-Crew nach 120 gefahrenen Kilometern wieder im Hotel ein und ließ den Tag ausklingen.
Am nächsten Tag wurden die Piloten von Sonnenschein begleitet, konnten die geplanten 8 Pässe erklimmen. Eine Tour-Länge von 270 Kilometern und insgesamt 9 Fahrtstunden bringen den Tross auf den Karerpass, den Passo San Pelegrino, den Passo Valles, den Passo Rollo, den Passo Cerada, den Passo Duran, den Passo Staulanza, und schlussendlich erklimmen sie den Passo di Fedalaa. Der erste beeindruckte Foto-Stopp wird in 2.032 Meter Höhe auf dem Valles eingelegt. Richtig Spaß bereitete der der Passo Rollo mit seinen zahlreichen Spitzkehren und dem neuen Asphalt. Obendrein bot sich auch hier ein wundervoller Ausblick. Bis zum Passo Staulanza gaben sich die Piloten eher unbeeindruckt. Dieser Pass hatte es allerdings in sich, auch wenn er mit 1.773 Meter nicht zu den höchsten der Dolomiten zählt. Insbesondere die Auffahrt gestaltete sich rutschig: lang gezogene Kurven-Passagen geben sich mit Spitzkehren die Klinke in die Hand und der Straßen-Belag lässt sie alle mehr quer als geradeaus fahren. Der einhellige Kommentar zu dieser Ausfahrt lautete: „Geil!. Mehr davon“

Königsetappe: Fahr-Freude mit Panne

350 Kilometer sollten es werden. Man möchte aufs Stilfserjoch, weiter in die Schweiz (Umbrail und Ofenpass), nach Italien und wieder retour – Dolomiten Tour 2016: Fernsichtdas Wetter ist schön, doch die Nacht brachte Schnee. Die 100 Kilometer von Steinegg bis nach Prad am Stilfsjoch wurden auf der Schnellstraße MeBo überbrückt. In Prad versichern sich die Piloten noch an einer Tanke, dass das Joch auch frei zu befahren ist. 48 Spitzkehren werden bloß von kurzen Geraden unterbrochen. Dies bedeutet: Vollgas wechselt mit Bremsen – ‚digitale‘ Fahrweise also.
Das Coole daran: ans Schalten muss bei der KFX 700 nicht gedacht werden – dank der Variomatik purer Fahrspaß eben, der den Piloten aber auch den einen oder anderen Stinkefinger der zeitgenössischen Verkehrsteilnehmer einbrachte. Und weiter als bis ganz nach oben ging es an diesem Tag auch nicht, denn eine der ‚Dicken‘ wurde von ihrer Batterie im Stich gelassen. Mit dem Transporter wurde die lahme KFX geborgen und eine neue Batterie besorgt.
Tags darauf machte dem Tross allerdings das Wetter einen Strich durch die Rechnung.

Sonnenschein: Route nachholen

Das Sellajoch wird angefahren, eine traumhafte Pass-Straße mit toller Aussicht auf die Sellgruppe und noch viel tolleren Kurven. Nach einer Bilder-Pause geht es weiter zum Grödnerjoch, das nicht minder kurvenreich zu befahren ist. Dolomiten Tour 2016: Von Marc, Gottfried, Herbert, Thomas und Volker im Jahr 2014 erstmals erprobtAufgetankt mit Brötchen, Kaffee und Sprit wird der Passo Campolongo in Angriff genommen, wobei dieser bis auf ein paar anfängliche Kehren nicht wirklich mit Kurvenreichtum aufwartet. Dafür erfüllen sich diese Gelüste bei einem Abstecher zum Passo Pordoi – ein Traum für Kurvenräuber. Mehr quer als gerade nach oben eröffnet sich auf einer Höhe von 2.240 Metern eine herrlicher Blick hinab nach Arabba und die genommenen Kehren. Fahrspaß und Aussichten bieten auch der Passo Falzarego sowie der Passo Giau. Der Heimweg bringt den letzten Pass der Dolomiten Tour 2016: den Passo San Pelegrino.

Kawasaki KFX 700: tolles Touren-Fahrzeug

Die Kawasaki-KFX-700-Piloten sind sich einig: Die Dicke ist nicht nur ein tolles Touren-Teil, sondern auch zuverlässig und angenehm zu fahren. „Mit ihr Kurven zu nehmen ist einfach geil“, schwärmt Volker. chk

Kontakt: > VForce700.com <